Freitag 03. September, 2010

Wünsche

In alten Zeiten, war ein Prophet im ganzen Land bekannt und geehrt.
Eines nachts schickte Gott einen seiner Engel zu dem Propheten, um folgenden Auftrag zu übermitteln: Er solle in einem bestimmten Dorf, einen bestimmten Mann aufsuchen und ihm sagen, dass Gott ihm drei Wünsche erfüllen werde. Der Prophet übermittelte die frohe Botschaft gleich anderntags dem Glücklichen.
  Aber wisse gut mit deinen Wünschen umzugehen, gab er dem Mann als Rat, es werden dir alle Wünsche erfüllt.
Als der Prophet das Haus verließ, kann die Frau des Hauses und wollte wissen, was der Geehrte denn gewollt habe.
  Nichts, er wollte mich nur besuchen, antwortete der Mann.
  Das kann nicht sein, sagte die Frau, der Prophet kommt nicht einfach nur zu Besuch ohne ein Anliegen. Da steckt doch etwas dahinter!
Der Mann wollte nicht ganz mit der Wahrheit herausrücken und drückte sich in verschiedenen Ausreden. Als aber die Frau nicht nachgeben wollte, erzählte er ihr, was ihm der Prophet überbracht hatte.
  Du wirst doch nicht alle drei Wünsche NUR für dich verschwenden, sagte sie daraufhin gleich.
  Ich weiß noch nicht was ich wünschen soll, gab der Mann zurück, denn ich soll mit bedach...
  Was heißt hier, ich weiß noch nicht, schrie die Frau ihn an! ICH koche, putze für dich! ICH pflegte dich, als du krank warst. ICH habe meine Jugend für die verschwendet! ICH war immer an deiner Seite und DU WEISST NICHT WAS …
  Also, unterbrach der Mann sie, sag was du dir wünscht und ich will es so tun!
Die Frau hielt sich selbst nicht für allzu schön und war schon immer neidisch auf die jungen Frauen gewesen. Deshalb wünschte sie sich, die Schönste der Welt zu sein. Und so betete der Mann in der Nacht, Gott solle seine Frau zur schönsten der Welt machen. Am nächsten Tag war die Frau nicht wieder zu erkennen. Wer sie sah, verneigte sich vor solcher Schönheit; was die Frau genoss.
Nach ein paar Tagen war die Frau dem Mann über.
  Sieh mich an, sagte sie. Ich bin so schön und du so hässlich! Was will ich mit dir noch leben, wo ich Könige als Gatten haben kann?! Morgen will ich dich verlassen...
In der Nacht betete der Mann in seiner Wut und Verzweiflung, Gott solle seine Frau zur hässlichsten Frau der Welt machen. Was Gott natürlich erfüllte.
Nach ein paar Tagen, konnte er sie nicht mehr ertragen. Denn er ekelte sich vor soviel Hässlichkeit. Also betete er, Gott solle seine Frau wieder so machen, wie sie war, damit sie wieder glücklich würden.
So hat der Mann, dem drei Wünsche von Gott gewährt wurden, diese für nur eine Frau verschwendet

Und die Moral von der Geschichte? Frag nie eine Frau was sie sich wünscht, sondern kauf ihre Stühle. Und das versteht nur jemand, der den Film »Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr« gesehen hat.
Dienstag 17. August, 2010

Street-View

Wer nicht isst kann nicht scheißen – so wohl einer der ältesten Weisheiten der Menschheit. Eine nicht minder alte und ebensolche Weisheit sagt: Der Mensch wird motzen, sobald er die Möglichkeit dazu bekommt. Und schon sind wir beim Thema: Google Street-View.

Google Street-View Gegner gehen an die ÖffentlichkeitDer Deutsche hört nicht gern', dass er global gesehen eher ein Hinterwälder ist. Er selbst sieht sich auf dem Gipfel der Technik. Exportland Nummer eins. Und mit Glück, hat der Bauer im Dorf sogar «Netz» – neudeutsch ausgedrückt.
Die Wahrheit ist aber eine andere. Deutschland ist in Puncto Datentechnik eher Schlusslicht. Wir haben nämlich das Internet verschlafen und jagen hinter her. Weil wir nicht ankommen, versuchen wir das Internationale Netz an unsere Gesetze anzupassen – anstatt andersherum – und stellen nicht den Nutzen in den Vordergrund. Heißt, Deutschland ist nicht «mitgewachsen» und versucht die «IT-Welt» nun auf ihr Niveau zurück zu stoßen.
Es ist nicht so dass das Volk das Internet nicht annehmen will, sondern dass man ihm den Nutzen einfach durch populistische Diskussionen madig macht. Vor ein paar Jahren gingen Journalisten – der Begriff Journalist ist ja im Grunde selbst eher lächerlich, besagt er nichts weiter als dass der Träger Texte veröffentlicht und sich selbst für einen Redakteur hält - auf Blogger los. Sie fühlten sich angegriffen und griffen zurück. Das Internet war böse und die Nachteile wurden aufgepeitscht. Heute ist jeder Journalist ein Blogger, und niemand hadert mit den Ausgepeitschten. Der propagierte Weltuntergang der Nachrichtenwelt ist ausgeblieben.
Es ist noch nicht lange her, da war ein Navigationssystem noch das Highlight auf jedem Dia-Abend. Während Nichtbesitzer mit Argumenten – wer braucht schon ein Navi – dagegen hielten. Heutzutage ist ein Navi fast schon Grundausstattung in jedem Fahrzeug. In nächster Zeit werden weltweit neue Navigationssysteme auf den Markt gebracht. Und eben da bietet Google Street-View ungeahnte und kostenneutrale Möglichkeiten – die, ich bin mir da sicher, dann auch von den Motzern gern genutzt werden.
An dieser Stelle erwartet man vielleicht dass ich eben diese Möglichkeiten aufzähle. Aber ich denke nicht dass ich das muss – schon gar nicht um Motzern eine weitere Plattform zu bieten. Unsere Bundesregierung wird sich bald mit dem Thema befassen.
Das Beste sind aber diese Damen und Herren – siehe Bild oben -, die erbost über Street-View an die Öffentlichkeit ... ja was? ... gingen? ... gezerrt wurden? ... Jedenfalls sind sie in der Reihnischen-Post vor ihren Häusern abgebildet zu sehen.
Noch Fragen, Kienzle?

image via rp-online.de
Sonntag 13. Juni, 2010

Vuvuzela

So funktioniert die Welt. Gib dem Menschen die Möglichkeit seine Dummheit unter Beweis zu stellen, und er wird es tun. Und die Fußballweltmeisterschaft 2010 beweist, dass die Mehrheit der Menschen dumm ist. Denn wenn einer an einer Ecke seine Notdurft verrichtet, findet sich gleich darauf ein weiterer, und so weiter. Bis irgendwann an dieser Stelle eine öffentlich Toilette gebaut wird, weil sich jeder darüber aufregt, dass man hier auf offener Straße pinkeln muss. Das Ganze nur, weil dumme Menschen das tun was andere dumme Menschen machen. Dummsein ist eine kollektive Angelegenheit - selbst  C.G. Jung sprach vom Kollektivbewusstsein.

Man will ja immer etwas Neues haben. So auch bei dieser WM - und kulturbezogen wie man so ist, sucht man im Gastgeberland nach deren Gepflogenheiten. Gefunden hat man nicht viel, in Süd-Afrika. Außer dass man sich dort gern auf offener Straße abmurkst, verjagt man Raubtiere mit der Vuvuzela. Aus dem Abmurksen kann man natürlich nicht viel herausschlagen, aber aus den Vuvuzelas. Und zack, finden sich in Deutschland zwei Vollpfosten die die Dinger Stadiongerecht - nämlich aus Kunststoff und dreiteilig – in allen möglichen Nationalfarben produzieren und sich eine goldene Nase daran verdienen. Und zack, hat jeder Depp im Stadion eine solche Tröte und es ist ihm kollektiv egal was da auf dem Rasen passiert - er trötet, kollektiv. Und zack, wir anderen - die kollektiv zu Hause geblieben sind - hören bei der Leichenschau (so würde Public-Viewing nämlich wirklch übersetzt heißen) ein Dauertröten.

So funktioniert die Welt. Gib dem Menschen die Möglichkeit seine Dummheit unter Beweis zu stellen, und er trötet sie kollektiv zur Schau.

Samstag 05. Juni, 2010

Maria Bögerl

 War's gestern noch Vermutung, ist es heute Gewissheit. Frau Maria Bögerl ist tot - die Leiche wurde gerichtsmedizinisch identifiziert. Mein Beileid an alle Hinterbliebenen!
Wie immer bei solchen Geschichten, hatte und hat jeder etwas dazu zu sagen. Kaum war die Entführung bekannt geworden, spekulierte die Bevölkerung. Die einen "wussten" dass sie getürmt sei, die anderen meinten ihr Mann hätte das Ganze geplant. Nach ein paar Tagen "wusste" man, dass sie entweder irgendwo im Ausland den Lenz feiert oder schon tot ist. Aus den beiden letzten Sätzen ist jeweils die letzte Aussage wahr.
 Ein paar Fakten - die man über die Medien mitbekam:
1. Die Lösegeldsumme von 300.000 Euro. Klingt im ersten Augenblick nicht sehr suspekt, ist es aber.  
2. Die verspätete Lösegeldübergabe. Herr Bögerl ließ sich Zeit, den Betrag zu besorgen - die Polizei war zu dem Zeitpunkt (entgegen ersten Berichten) schon involviert.
3. Das abgestellte Fahrzeug der Maria Bögerl am Kloster Neresheim.
4. Ein Satz aus dem Schreiben, mit dem sich Herr Bögerl an die Medien (zuerst Radio, später TV) wandte: "... geben sie uns meine Frau, unsere Mutter zurück".
5. Die TV Aufzeichnung, mit der sich die Familie an die Medien wandte, zeigt deutlich, dass Herr Bögerl lügt.

 Lassen wir Punkt 1 und 2 (noch) bei Seite. Punkt 3 ist sehr interessant; Ich denke, ich muss nichts weiter dazu sagen. Warum sagt er das, denkt man sich bei Punkt 4. "Geben sie uns meine Frau, unsere Mutter zurück." Würde ein Mann und Vater der Angst um seine Frau hat, so etwas und in dieser Reihenfolge sagen?

 Punkt 5 werden Psychologen das besser als ich es könnte ausgewertet haben. Jeder mit dem ich über dieses Video geredet habe, ist erschüttert von dem Leiden der Familie. Ich sehe nur dass die Kinder leiden. Herr Bögerl hat eher Angst um sich als um seine Frau.

 Wahrscheinlich war die Ehe schon lange zerrüttet. Entweder hatte Maria Bögerl oder beide Ehepaare ein außereheliches Verhältnis. Nach Außen hin darf natürlich niemand davon etwas mitbekommen - aber als das Ganze nicht mehr aushaltbar ist, einigt man sich auf die Entführungsgesichte. 300.000 Euro darf ein Sparkassenvorstand maximal ohne weiteres abheben. Die Rahmengeschichte hierzu ist nebensächlich - bis auf die Tatsache dass Herr Bögerl am Ende nasse Hosen bekommt - oder er handelte einfach nur kaltblütig.

Wahrscheinlich sollte das Ganze schlicht und einfach ablaufen. Maria Bögerl und ein Handlanger - ihr Verhältnis? - ziehen mit der Entführungssumme ab, Herr Bögerl meldet das Ganze nach einer Karenzzeit der Polizei. Als aber es so läuft wie es gelaufen ist, sieht sich der Handlanger über den Tisch gezogen und tötet Maria Bögerl.

Schade dass ein Mensch sterben musste, nur weil ein anderer Gesicht und Posten wahren wollte.

Wie auch immer die Geschichte zu Ende geht, die Sparkasse Heidenheim wird sich nach einem Ersatz für Herr Bögerl umsehen müssen.

Samstag 13. Februar, 2010

Ficken

Gott hat den Menschen erfunden, weil er es konnte.
Hätte ich auch, wenn ich Gott wäre. Ja auch Hitler, den Wichser – und Gott sei Dank war er ein Wichser. Denn wenn er es nicht gewesen wäre, hätte er getan was das Thema hier ist: Ficken.

Ficken kann jeder geschlechtsreife Mensch, und wie es scheint, macht das auch jeder. Auch wenn man das bei dem einen oder anderen nicht glauben will, muss man es. Denn Kinder fallen nun mal nicht vom Himmel – auch nicht die von asozialen und oder dummen Menschen. Die meisten Kinder werden auf diese Welt geworfen, weil zwei Menschen tun was jeder kann; eben ficken.
Man sollte Alkoholiker, Drogenabhängige und Vollpfosten sterilisieren, denn auch wenn man ihnen Kondome und sonstige Verhütungsmittel kostenlos zur Verfügung stellte, würden sie es nicht nutzen. Sie zu bitten, nicht zu ficken würde auf taube Ohren stoßen.

Und bevor jetzt jemand schreit und «prangert», sollte er darüber nachdenken welch' Schicksal Kinder solcher Eltern durchleben - wenn sie es überleben -, bevor sie selbst geschlechtsreif werden und das tun was jeder kann – ficken.

Ich schreibe das weil diese Woche ein 2 Jähriges Baby gestorben ist. Die Mutter hängt an der weißen Nadel, der Vater ist das unberechenbarste Arschloch das man sich vorstellen kann. Der kleine Mensch hatte keine Chance. Es starb nach langem Kampf an Organversagen.
Donnerstag 28. Januar, 2010

Bei Kälte ausgesetzt

Auszug Yahoo-Nachrichten (via dpa): Königs Wusterhausen (dpa/yahoo!) - Eine Schaffnerin der Deutschen Bahn hat eine 16-Jährige in der kältesten Nacht des Jahres im brandenburgischen Königs Wusterhausen aus dem Zug gewiesen. ... Die Zugbegleiterin ließ sich nicht erweichen und warf das Mädchen in der Nacht zum Mittwoch kurz vor 22.00 Uhr aus der Bahn. ... Das Mädchen musste in der laut Deutschem Wetterdienst bisher kältesten Nacht des Jahres - um Mitternacht herrschten in der Region minus 19 Grad - bei bereits geschlossenem Bahnhof rund eine Stunde ausharren, bis sie abgeholt werden konnte.

Lassen wir mal den Vollpfosten im Dienst beiseite. War da niemand anderer in der Bahn der dem Mädchen 2 Euro geben konnte?
Mittwoch 27. Januar, 2010

27. Jan. 1945

Auszug Wikipedia: Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. Es wurde 1941 drei Kilometer entfernt vom Stammlager Auschwitz I gebaut und befand sich nahe der Stadt Auschwitz im nach der militärischen Besetzung Polens errichteten Landkreis Bielitz. ... Zuerst wurde das Hauptlager Monowitz am Vormittag des 27. Januar 1945 durch die sowjetischen Truppen (322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin) befreit. Von den dort zurückgelassenen Gefangenen – die Angaben reichen von 600 bis 850 Personen – starben trotz medizinischer Hilfe 200 in den Folgetagen an Entkräftung.
Das Stammlager und Auschwitz-Birkenau wurden – auch durch die Soldaten der 322. Division – schließlich am frühen Nachmittag des 27. Januar befreit.


Heute vor 65 Jahren! Man sollte es feiern und weinen.
Montag 25. Januar, 2010

Hilfe

Dass Menschen in Katastrophengebieten Hilfe brauchen, wird wohl von jedem ohne Gegenrede akzeptiert. Haiti zeigt ein Mal mehr, wie sehr das Gefüge einer Gesellschaft aus den Angeln gehoben wird, wenn eine Infrastruktur zusammen bricht. Aber nicht Haiti ist hier das Thema – an anderen Stellen wird darüber ausführlicher geschrieben, als dass ich das hier könnte.

Außerhalb der Katastrophen ist das Leben in den wörtlich armen Ländern nicht weniger katastrophal. Hunger, mangelnde Bildung und unzureichende medizinische Versorgung sind alltäglich. Wenn es die paar Hilfsorganisationen nicht gäbe, würden täglich nicht minder Menschen sterben, als dass ein Erdbeben wie das auf Haiti aktuell fordert.
Es ist aber nicht so, dass diese Länder wirklich arm sind. Ein Beispiel ist der Kongo. Fruchtbares Land, schöne Wälder. Während die Menschen dort vor die Hunde gehen, werden die Wälder ausgebeutet. Die Bevölkerung klagt über mangelnde Hilfe, die ihnen versprochen wurde. Und genau da ist das Problem – das warten auf Hilfe.
Der Mensch hat es verlernt für sich selbst zu sorgen. Man wartet lieber auf Gelder, ohne selbst zu handeln. Ein Bretterverschlag, das als Schule dient, hat kein Dach. Schuld sind mangelnde Gelder. Keiner der Dorfbewohner kommt auf die Idee selbst Hand anzulegen, sondern wartet bis die Regierung oder ausländische Hilfsorganisationen Mensch und Maschinen zur Verfügung stellen. Das ist nur ein kleines Beispiel – denn überall in Krisengebieten ist dieselbe Situation. Man wartet, klagt und geht vor die Hunde.
Die Menschheit hat den Menschen überlebt. Wir haben es verlernt für uns selbst zu sorgen. Die ganze Welt arbeitet nach demselben Prinzip, stützt sich auf dieselben Säulen. Abgesehen von einer handvoll Menschen im Amazonas – wenn überhaupt -, ist keine Gruppe mehr fähig autark zu überleben. Wir sprechen zwar von verschiedenen Kulturen, sind aber alle gleich.
Und weil das so ist, müssen die paar Privilegierten eben geben, damit die anderen die das Pech hatten ärmer geboren zu sein, in unserem System überleben können. Denn es gibt kein anderes System mehr als das unsere: Das System der Abhängigkeit.
Donnerstag 07. Januar, 2010

Avatar!

Wenn man ins Kino geht, will man Cinema erleben. Das heißt, gute Unterhaltung - außer, manN schraubt gerade an einer Frau herum und meint, ihr im Kino näher sein zu können als im Café oder anderen Lokalitäten.

KinoplakatAvatar wollte ich natürlich sehen, eben weil «jeder» davon positiv sprach. Bestimmt ein Erlebnis, dachte ich. Was ich aber dann erlebte war mehr als das. Avatar ist bisher das Beste was ich im Kino sah. Von der ersten Minute bis zum Abspann war ich fasziniert. Und damit meine ich nicht den tollen Nebeneffekt der 3D-Technik, sondern die Geschichte die dort auf der Leinwand erzählt wird.
Nach dem Film sagte ich, wenn Gott mich liebt und es gibt ein Leben nach dem Tod, werde ich als Na'vi auf Pandora ein paar schöne Jahre erleben. Selbst Tage danach wünscht und fragt man sich, was mache ich hier, warum bin ich nicht dort?!
James Cameron ist damit etwas bisher unschlagbares gelungen. So muss Cinema sein. Wer Avatar nicht gesehen hat, hat noch nie Kino erlebt. Alles stimmt. Natürlich versteht man die Hiebe Camerons, wenn er die Na'vi im Dialekt der US-Ureinwohner reden lässt.

Als ich danach auf der Toilette war, wurde ich Zeuge schwäbischer Dummheit. Dort waren Vater Sohn und zwei Bekannte, die den Film ebenfalls gesehen hatten. Der Vater meinte zum Sohn, da «war bestimmt nicht viel 3D». Am Anfang hätte es nur ein paar Mal geflimmert, es wäre also ganz gut gewesen auf die Brille zu verzichten. Ich wollte schon etwas wie «du Vollpfosten» ausrufen, lachte aber nur. Verstanden haben sie es nicht. Trottel. Achterbahn fahren mit verbundenen Augen.

Wer Avatar noch nicht gesehen hat, sollte sich die Zeit nehmen!

image via movie-infos.de
Dienstag 01. Dezember, 2009

Menschinnen

Ich mag zum Kaffee zurzeit, morgens zwei Schoko-Kekse genießen. Das reicht mir dann als erstes Frühstück, und ist genau richtig zu den Nachrichten.
Leider vergesse ich es immer wieder mir zur rechten Zeit Nachschub zu «holen». Das heißt, es passiert dass es immer wieder nur Kaffee zu den Nachrichten am Morgen gibt. ... Schlimme Sache.

Und als ich das heute Morgen auf Facebook verlauten ließ, dass ich keine Schoko-Kekse habe, ... wusste ich nicht dass zwei liebe Menschinnen unabhängig voneinander mir je einen Zylinder leckerste Schoko-Kekse ins Büro bringen werden.

Wie herrlich ihr seid! Die besten Besten Menschinnen der Welt! :-)
Mittwoch 28. Oktober, 2009

Hermes

Ich denke ich werde einen Hermes-Vesand Subunternehmer auspeitschen. Etwaige Mordgedanken hatte ich nur zwei Sekunden. Auspeitschen ist wahrscheinlich effektiver.

Jemand eine Peitsche übrig? Ich bräuchte sie nur ein paar Tage.
Über Gegenleistungen müssten wir im Vorfeld einig werden.
Freitag 23. Oktober, 2009

Thank God, it's Friday!

Exzellent. Genau so würde ich es beschreiben, wenn ich es beschreiben würde.

Es tut gut zu sehen, dass gute Menschen wirklich ihre Belohnung bekommen. Ein guter Freund, erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Er hat es verdient! Er hat es wirklich verdient!
Dienstag 06. Oktober, 2009

Blaualgisch

Schlimm. Begreift man dass alles Lebendige auf diesem Planeten nach der Blaualge, auf dem Verzehr anderer Lebensform basiert, fragt man sich, wer so bescheuert war und den Traum vom Paradies erfand. Der Idealismus steht auf dem Moorast seiner selbst. Friss oder stirb - Die Hauptroutine Gottes Programmierung.
So ist wohl die Blaualge das einzig edle Leben, das man kennt.
Dienstag 29. September, 2009

Harr.ach

Bekkay HarrachIst schon jemandem aufgefallen dass Bekkay Harrach eher wie ein jüdischer Rabbinerschüler aussieht, als ein islamischer Terrorist?

Außerdem ist fraglich, wie dieser Herr zum Bundesadler auf seinem Personalausweis kam.
Montag 28. September, 2009

Polanski

Na endlich ist der Polanski in Haft.

Wurde Zeit!
Dienstag 18. August, 2009

Sie.Die

Ich begegne ihnen überall, ihr auch. Man kann sie von weitem an ihren Gang erkennen, und wenn man sie aus der Nähe betrachtet, an ihrem schmuddeligen Äußeren. Sie schleichen an uns vorbei, man muss schon ein Auge haben um sie zu sehen. Sie sind da und doch nicht. Sollten sie doch gesehen werden, betrachtet man sie nicht lange. Manche lachen vielleicht innerlich, guck mal was für ein Penner, und gehen weiter. Ihre Klamotten scheinen wie aus einem Würfelspiel zusammen geworfen. Kein Hemd passt zur Hose, kein Kleid zum Schuhwerk.
Sie sind unförmig, manche buckeln, andere sabbern oder visieren aus dicken Brillengläsern, eingefasst in unförmigen Gestellen.
Ich sehe sie, wie sie ausweichen, während andere gehen. Sie halten keinen Augenkontakt, fühlen sich untergeordnet. Sie sind wie lahme Wölfe eines Rudel, die warten dass die Gesunden ihnen ein Stück am Leben übrig lassen, dass sie dankbar und leise nehmen - weil sonst nichts bekommen.
Die sind dumm, schwach und aussätzig. Aber da auch sie Menschen sind, haben sie Gefühle und ihren Wert.

Wenn ich ihnen begegne mache ich Platz, und wenn sie den Kopf senken, grüße ich.
Donnerstag 23. Juli, 2009

turns

Vorhin wurde ich gefragt, ob es unverschämt sei mich zu fragen, ob frau mich zum Kaffee einladen dürfe. Nett, dachte ich mir und löste das Ganze so diplomatisch als möglich. Als, nicht wie. Und draußen, ist es schon dunkel unter den Wolken Deutschlands. Irgendwo auf den Bahamas pfeift gerade eine Barbusige locker die Flöte, während in Frankreich ein dicker Mann seine Frau schlägt.

Die Welt dreht sich weiddaaaaaa...
Samstag 11. Juli, 2009

Hoppings

Manchmal hat man seltsame Träume.
Heute Nacht bin ich in Offenbach in einer fremden Wohnung aufgewacht. Der Hausherr war recht freundlich und erklärte mir wo ich bin. Wir tranken Espresso und als ich darauf einschlief, wachte ich wieder in einer fremden Wohnung auf. Es war eine WG, und ich begriff dass sie in der Straße meiner Verwandten in Offenbach sein musste. Ich ging auf die Straße und suchte nach deren Haus, musste aber erkennen dass es inzwischen abgerissen war. Dann wollte ich nach Hause und merkte dass ich in der ersten Wohnung meine Uhr vergessen haben musste. Dort angekommen, es waren nur zwei Querstraßen, öffnete mir freundlich die Hausfrau. Wir tranken wieder einen Espresso und ich begriff dass der Hausherr wohl einer dieser siebziger Jahre Alkoholiker ist. Ich verabschiedete mich und wachte ... hier in meiner Wohnung auf.

Schlimme Sache. Träume.
Donnerstag 02. Juli, 2009

Soldat

Viele Mörder arbeiten schwarz. Das verstehe ich nicht.
Den Beruf des Mörders gibt es ja schon seit ewigen Zeiten. Es wird sogar sehr gut bezahlt und ist recht krisensicher - sogar weltweit.

Warum also so mancher lieber schwarz als Mörder arbeiten will und nicht gleich als Soldat Kariere macht, ist mir ein Rätsel.
Freitag 26. Juni, 2009

MJ






«... und ich kann übers Wasser geh'n»

R.I.P. Farrah Fawcett & Micheal Jackson
Donnerstag 18. Juni, 2009

Sex

Das Problem ist, es funktioniert nicht, wenn ich nicht verliebt bin.

Vorgestern wurde mir mit Tarot-Karten geweissagt. Die Dame sagte etwas von Hufeisen, und dass das gar nicht so leicht wäre. Die anderen Hübschen am Tisch erzählten, man könne schon glauben was «sie legt», es gäbe genug Beweise dass sie damit bisher immer ins Schwarze getroffen habe. Selbst wenn man gar nicht daran glauben würde - wie es erst vor kurzem bei einer gewesen wäre -, träfe es irgendwann ein.
Eigentlich wollte ich weder Tarot-Karten gelegt bekommen, noch irgendetwas wissen. Ich ließ mich aber überreden und wusste nicht wirklich, an wen ich denken sollte während ich die Karten mischte. Irgendjemand solle es sein, hieß es; irgendeine von der ich wissen wolle, ob und überhaupt. Ich wusste leider niemand, so stellte ich nicht die Frage nach Frau und Liebe, sondern einfach nur allgemein.
Oh, da sei ein Kelch der Asse und Königen der Herzen auch. Das sei sehr selten in dieser Kombination, oh oh oh. An die anderen Karten kann ich mich nicht so ganz erinnern. Jedenfalls sei da jemand, die ich absolut lieben würde – vielleicht schon bald wenn nicht jetzt, schon. Und, und jetzt kommt's, bald würde ich mit dieser Person unglaublichen und unvergesslichen Sex haben. Wer auch immer das sein ist (kein Schreibfehler ihr zwiebelgefischelten) und mich, würde es unvergesslich und unglaublich schön werden. Revolutionär. Es war sogar die Rede davon, dass es in die persönliche Geschichte eingehen würde.

Na klasse. Da springt also gerade eine Dame da draußen, irgendwo, durch die Gegend, die in Bälde unvergesslichen Sex mit mir haben wird. Schön.

Bitte melden. Aber sie - wir kennen uns noch nicht weshalb ich sie jetzt noch sieze - sollten wissen, dass ich mich erst in sie verlieben müsste, wenn wir unglaublichen Sex haben wollen.
Freitag 05. Juni, 2009

Arschtanz

Sie steht vor mir an der Kasse, und ich möchte ihr sagen, bitte strecken sie mir nicht ihren Arsch entgegen; es ist nämlich nicht schön anzusehen und recht ekelhaft, ich hab' nichts gegen dicke Menschen, mit einigen bin ich sogar sehr gut befreundet, aber sie sind nicht nur dick, sie sind dazu noch ungepflegt.
Ihr Arsch sieht wirklich schrecklich aus. Ich zweifel an der Breite, muss aber Fakten gegen Zweifel stellen: Das ist Wirklichkeit und zudem eine schreckliche. Wie das dazugehörige Mensch es wohl schafft, so viel menschlichen Arsch in eine Hose zu zwängen will ich gar nicht wissen. Ich versuche auszuweichen, indem ich kleine Schritte rückwärts mache, bis mich mein Hintermensch wieder nach vorne zwingt. Dann als ich es nicht mehr aushalte, drehe ich mich um und sage dem Hintermenschen, wenn du es eilig hast, stell du dich vor diesem Desaster und gut ist!
Aus dem Augenwinkel sehe ich wie sich das Ding bewegt. Die dazugehörige Frau macht eine 180° Grad Drehung und sieht mich genauso ungläubig wie der Hintermensch an. WAS?!, frage ich in beide Richtungen gleichzeitig. Arschloch, sagt sie ohne Zweifel dass ich ihren Hintern mit Desaster betitelt habe. Wenigstens ist sie nicht begriffsstutzig, denke ich mir. Der Hintermensch lacht, weil er das lustig findet. Wenn ich will dass du lachst kitzle ich dich, sage ich in seine Richtung und schnippe ihm mit dem rechten Zeigefinger die Nase. Er hält sich die Nase und schreit als hätte man ihn abgestochen. Ich zeige ihm nochmal meinen Zeigefinger und er hört wie auf Kommando auf zu gilfen. Die Frau sagt nichts und trägt ihren Arsch endlich aus meiner Reichweite in Richtung Ausgang.
Super, denke ich mir. Nur weil ein Leggingsmonster ihren Arschtanz vorführt hast du hier innerhalb von gefühlten Millisekunden halbes Chaos angerichtet. Schöner kann ein Wochenende nicht beginnen.


Ein Päckchen Kaugummi und eine Dose Flying-Horse. In fremden Städten werde ich an Tankstellen nicht mehr einkaufen.
Donnerstag 04. Juni, 2009

Pause

Ich werde mir zwei Wochen Pause mit meinem aktuellem Projekt gönnen. Es zehrt mehr an mir, als ich es zugeben würde.

Auch wenn man den Kern einer jeden Religion, salopp in der Anbetung eines Schöpfers sehen mag, ist es eher die Androhung der Strafe. Das ist jeder Religion gleich. Es wird eine Ethik bestimmt, der man sich unterzuordnen hat, ansonsten findet man sich im nächsten Leben als Wurm oder in der Hölle wieder. Ein System dass von jeder Staatsform übernommen wurde. Eines das früher oder später zum Scheitern verurteilt ist. Denn die Androhung von Strafe hält vor Verbrechen nicht ab.

Keine der Religionen funktioniert. So stellte katholische Sekte der Christen dem Schöpfer eine Gegenmacht und schuf so bewusst eine «Gegenreligion». 80% der Mohammedaner wurden von den Machthabern zu Assassine erzogen, weil das Machtgefüge anders nicht zu halten ist. Das Judentum hat den Schock von Babylon bis heute nicht überwunden und Hinduismus konnte selbst in seiner neuen Formation, der Wahrheit nicht näher kommen; denn nur der Dumme wird Buddhist.

Einzig Stephen Hawking ist überzeugt dass wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts, Gottes Plan entschlüsseln werden. Ein kluger Mann, der kein Becher Schierling trinken muss um zu überleben.
Samstag 23. Mai, 2009

nicht Dänemark

Es geht drunter und drüber, sagt man so. Nicht hier; hier geht alles neue Wege.

Irgendwie habe ich an einem neuen Buch angefangen. Wahrscheinlich werden mich viele dafür hassen, vielleicht sogar sehr hassen. Entweder ich verbrenne es gleich nachdem ich damit fertig bin, oder ich wandere schneller als gleich nach Dänemark aus und lass' mich dort verbrennen. Es bleibt also spannend, so oder so.
Die Hauptsache ist aber dass ich meine schöne Wohnung aufgegeben habe. Einfach so, von einem Tag auf den anderen. Das Ganze nur, um in ein schöneres Haus zu ziehen. In ein paar Wochen. Mit Balkon, Garten, Terrasse, mehr Zimmer, Parkett, großem Keller und eben solcher Garage, einer schönen Küche, einem schönen Bad, einem herrlichen Garten und einem kleinen Teich. Alles Vorteile.
Irgendwo schlägt mich aber Wehmut. Als ich das erste Mal hier an meinem Briefkasten meinem Namen las, hatte ich Tränen vergossen. Vor Freude. Damals; nach knapp fünf Monaten Hotel und Naturfreunde-Haus, wo die Dusche und das Klo - man konnte nicht Toilette dazu sagen - auf dem Gang waren. Ich hatte in den letzten Wochen dort nur einen Wunsch gehabt; bloß nicht krank werden in diesem Loch! Durchhalten, bis ich eine Wohnung gefunden habe und dann lass' ich mir in Ruhe das Böse aus dem Leib schneiden. Aber nicht hier, nicht während ich auf einem Gemeinschaftsklo zum Pissen muss. So war diese schönste aller Dachwohnungen eine Erlösung, ein Neuanfang – und jetzt verlasse ich es, einfach so; von einem Tag auf den anderen.
Die Nachbarn freuen sich für mich, wünschen mir Glück. Ich sei ein angenehmer und sehr freundlicher Mitbewohner gewesen. Mehr sagen sie nicht, und ich ertappe mich bei dem Wunsch, irgendjemand solle mich festhalten versuchen. Aber warum sollte das jemand versuchen.
In Gedanken koche ich mir schon in der neuen Küche Kaffee, lese auf dem Balkon und schreibe im Arbeitszimmer an dem neuen Buch; das ich entweder gleich nachdem es fertig ist verbrenne oder ... nein, nach Dänemark will ich nicht auswandern. Die haben dort schlimmen Käse und auf dänisch klingt «ich liebe dich» eher wie ein Witz, als dass ich das je vor einem Kamin ernst zu einer Frau sagen könnte.

Wer will schon nach Dänemark.
Donnerstag 14. Mai, 2009

Stinker

Dann gibt es noch die Geschichte mit den Turnschuhen. Eigentlich keine Geschichte, eher ein Desaster.
In meiner Jugend trug ich selbst gern Turnschuhe der Marke Adidas. Es waren strahlend weiße Olymp, die ich alle drei Monte zum Leid aller Beteiligten nachkaufen musste, weil sie nach dieser Zeitspanne das Strahlend am weiß verloren. Dumme Sache, und teuer. Spätestens im Studium fand ich es dann sehr unappetitlich in Turnschuhen herumzulaufen, wenn ich nicht gerade Sport betrieb.
Heute trägt fast jeder Turnschuhe untertage - vielleicht, so vermute ich bei einigen Zeitgenossen, sogar nachts. Wenn man mich dann besuchen kommt, muss man seine Schuhe vor der Tür ausziehen; weil ich niemanden mit Straßenschuhen in meiner Wohnung ertragen will. Es ist immer derselbe Geruch der sich dann stinkend über die ganze Wohnung verteilt.
Letzte Woche zum Beispiel, habe ich einem Besucher gesagt dass seine Füße stinken. Das kann sein, war die Antwort, er hätte den ganzen Tag in Turnschuhen gesteckt. Und genau an dieser Stelle ist das Dilemma, Stinker ignorieren gekonnt ihren Gestank.

Diät-Tipp: Du willst abnehmen und keine Lust Kalorien zu zählen? Stell' dir vor wie Menschen, die «ungeduscht» mit wildem Scham unter den Achseln und Tennissocken an den Füßen in alten Turnschuhen steckend, dich besuchen kommen - und du bittest sie ihre Schuhe vor der Tür auszuziehen (du Idiot).
Mittwoch 13. Mai, 2009

Ketchup

Ich schlaf' gleich ein. Nicht jetzt - das habe ich nur den ganzen Tag über gedacht. Ich schlaf' gleich ein. Am schlimmsten war es kurz nach der Mittagspause, in der ich dachte etwas essen zu müssen weil ich Hunger hatte. Man soll nicht essen wenn man müde ist und keine Zeit zum Schlafen hat.
Aber es ist auch müde kein Lust zu sehen wie Menschen nur sehen was sie wollen. Wie zum Beispiel die eine Dame die heute den Laden betrat und meinte hier eine Vertretung für eine ihr nicht genehme Gesellschaft zu finden. Sie wollte ihren Ärger abstreifen, endlich da sie Gesichter gefunden zu haben glaubte, wo sie bisher nur Stimmen am Telefon zu erreichen versuchte. Leider begriff sie nicht, dass sie hier an falscher Stelle ihren Abstrich zu hinterlassen vorhatte; und leider war ich selbst nicht da, so bugsierte sie mein Lehrling elegant - ich will jetzt nicht mit ihnen weiter diskutieren – aus dem Laden.
Nächstes Mal wenn ich einen Hünen mit Ketchup-Fleck auf dem Hemd treffe – es gibt einige davon in unserer Gesellschaft -, fahre ich ihn an, weil ich letztens hinterrücks geschmacklich von einer bekannten Ketchup-Firma hintergangen worden bin. Der Inhalt der Falsche hatte mehr Grauenhaftes als gewohnt Leckeres zu bieten. Wenn der Hüne es dann zu fragen wagt, was er mit der Ketchup-Firma am Hut hat, werde ich ihn schreiend darauf hinweisen dass er, wenn er nichts mit Ketchup am Hut hat, gefälligst nicht mit einen Ketchup-Fleck am Hemd durch die Gegen zu laufen hat!

Irgendwo muss man Grenzen ziehen, schließlich!
Donnerstag 23. April, 2009

Heute schon getoastet?

Manchmal will ich ganz normal sein. Das heißt, ich schalte einfach ein paar Gehirnregionen ab.

Schwarzbrot - Eigenproduktion, eher nicht genießbarIch wollte frühstücken. Im Brotkasten lagen aber nur zwei harte Roggenbrötchen. Kein Thema, man legt sie nur kurz in die Mikrowelle, dann werden die Dinger wieder weich. Gedacht getan und ab ins Bad, Wasser lassen und Gesicht wassern. Das Ding mit der Mikrowelle funktioniert nur, wenn man Brot wirklich kurz darin bestrahlen lässt. Etwas länger und der gewünschte Effekt geht ins Negative.
Kein Thema, man kann harte Brötchen aufsäbeln und toasten. Gedacht getan und ab ins Schlafzimmer, Bett richten und nebenher die gestern von der Leine geholte Wäsche in den Schrank räumen.
Nun ist es so, dass Toaster eher für leptosomische Toastscheiben als für Brötchen konzipiert sind, Roggenbrötchen aber in ihrer Form eher pyknisch sind. Des weiteren haben amerikanische Toaster, neben ihrem verchromten Äußeren, die Eigenschaft zu klemmen, wenn man sie mit dicken Roggenbrötchenhälften stopft.
Als ich aus dem Schlafzimmer kam, musste ich nicken. Zwar war die schwarze Rauchfontaine recht interessant anzusehen, aber eher lästig auszuhalten. Das war auch der Grund, und nur dieser, weshalb ich die abgeschalteten Gehirnregionen wieder einschaltete und das Schauspiel beendete.

Nebenbei gesagt sind Fenster eine sehr gute Erfindung. Wahrscheinlich die Beste überhaupt.

ps: Klick aufs Foto, Mäuschen.
Dienstag 21. April, 2009

Leer Badeunglück

Das Hallenbad hatte noch 35 Minuten geöffnet, als eine Mutter mit ihren drei Kindern noch auf Einlass bestand. Ein paar Minuten später findet man alle vier leblos auf dem Grund des Schwimmer-Beckens liegen. Die Bademeisterin holt sie aus dem Wasser. Das jüngste der Kinder stirbt gestern im Krankenhaus, alle anderen schweben in Lebensgefahr.
Soweit, die aktuellen Berichte in verschiedenen Medien.

Unglaublich. Absolut unglaublich. Es liegt nahe an Suizid zu denken. Wie schaffte sie es aber, die Kinder ...
Mittwoch 15. April, 2009

Leukämie

Aus aktuellem Anlass, möchte ich einen Aufruf starten:
Können sie sich vorstellen ein Leben zu retten? Sie brauchen sich hierzu nur typisieren lassen und bei Bedarf als Knochenmark-Spender (Stammzelltransplantation) zur Verfügung stellen. Knochenmark ist kein Rückenmark. Die Entnahme geschieht völlig Schmerzlos und der Körper regeneriert das entnommene Knochenmark innerhalb weniger Tage.
Für die Typisierung bekommt man von der DKMS ein Wangenabstrichset. Kurz, schmerzlos und kostenlos (danke für den Hinweis in den Kommentaren).
Sollten sie als Spender in Frage kommen, retten sie Menschenleben - vielleicht wären sie dankbar, wenn irgendwann ihnen oder ihrem Umfeld so geholfen wird.
Zurzeit ist es leider so, dass zu wenig Spender typisiert sind. Menschenleben könnten gerettet werden. Also:

1. Typisierungsset per E-Mail oder Telefon bestellen – Informationen hierzu finden sie auf der Seite der DKMS.
2. Das darin enthaltene Wattestäbchen zweimal über die Innenseite der Wangen streichen.
3. Eintüten, in den mitgelieferten frankierten Umschlag stecken und zurück senden.


Das war's schon.
Freitag 20. März, 2009

Insel mit zwei Bergen

Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang! Und pünktlich dazu, träume ich Wirres...
... oder Nasses.



Gestern zum Beispiel wachte ich mit den Worten «was für eine Frau!» auf. Das heißt, ich wurde durch meine Stimme wach und brauchte Minuten um zu begreifen, was - und vor allem warum - ich da(s) gesagt hatte. Hallo, geht's noch! Ich rede sonst ... nie im Schlaf. Jedenfalls ist es mir nicht bekannt gewesen.
Heute Morgen brauchte ich Minuten um zu begreifen, dass niemand neben mir lag, weil niemand neben mir liegt. Ich konnte aber noch gut spüren, dass das vor ein paar Minuten anders gewesen sein musste. Heißt, ich träumte, jemand hätte neben mir gelegen.
Scheint dass meine Psyche einen Weg gefunden hat, nächstens auszuleben was ich tagsüber ... Daran muss ich arbeiten. Sehr sehr schnell daran arbeiten. Diese Switch zwischen Traum und Realität, setzten mehr zu als dass sie helfen.
Mittwoch 18. März, 2009

Ballerspiele

Teil.. I:
Das Desaster in Winnenden zieht mal wieder die Diskussion über Computerspiele hoch. Für und Wider liefern sich mit idiotischen Argumenten - am Thema vorbei - eine Schlacht.
Mag sein, dass der Amokläufer aus Winnenden, so wie seine Vorgänger auch, Ballerspiele auf seinem PC hatte. Dass das aber der Grund für sein Austicken war, ist nicht nur fraglich sondern völlig indiskutabel.
Ich persönlich halte von Ballerspielen nicht viel. Gar nichts eigentlich. Von mir aus müsste es keine geben – schon gar nicht auf Rechnern von Jugendlichen. Diese alle nach demselben Schema ablaufenden virtuellen Psychosewelten sind nicht mehr als minderwertige Verherrlichung miserabler Menschlichkeit. Krieg und Waffen sind schlecht. Basta. Ein Rollenspiel in dem man seine Gegner töten muss – und wenn es nur Aliens sind – ist das Dümmste was man als Unterhaltung anbieten kann.
In der aktuellen Diskussion macht man sich Gedanken wie man Jugendliche «weg vom PC» bekommt. Die einen möchten Ballerspiele verbieten, die anderen mehr sportliche Programme in den Schulen anbieten. Alles Käse, würde der Schwabe sagen. Denn weder das eine noch das andere könnte einen Jugendlichen von solchem Quatsch abbringen. Man sollte sich eher die Frage stellen, warum man sich überhaupt für solchen Mist begeistern kann.
Fakt ist, dass es cool ist cool zu sein. Pseudohelden ziehen mit allen möglichen Waffen Bösewichte schlachtend im Vorabendprogramm durch alle möglichen TV-Kanäle. Man möchte schon gar nicht mehr auf die Autobahn, weil man überlegt ob da nicht in «Cobra 11»-Manie irgendwelche 40-Tonner explodierend einem entgegen fliegen könnten. Entweder wird sinnlos geballert oder ebenso sinnlos gekocht – was nicht minder schrecklich ist.
Jugendliche bekommt nicht mit Verboten oder «attraktiven» Sportprogrammen «weg vom PC». Man muss ihnen etwas bieten, mit dem sie im Schulhof angeben können – so salopp das klingen mag. Etwas, mit dem sie ihre Geltung spiegeln. Oder wie erklärt man sich sonst das Aufkommen von Trittbrettfahren?
Da reicht es nicht irgendwelche Matten in Hallen aufzustellen. Das erreicht man nur im Zusammenspiel mit den Medien.

.. Fortsetzung folgt.
Sonntag 08. März, 2009

Der Vorleser

Kinofilm - Der VorleserIch dachte es wäre ein Film über den Holocaust, wollte ihn aber trotzdem wegen Frau Winslet sehen. Weit gefehlt, denn das Thema ist nicht der Holocaust - der anders als im Buch hier nur nebenbei als effektvoller Träger dient - sondern der Stolz.
«Der Vorleser» verarbeitet den menschlichen Stolz gekonnt und eindrucksvoll. Es wird gezeigt wie Stolz - nicht nur das eigene sondern auch das anderer - Leben zerstören kann.
Ich bin begeistert, absolut begeistert. Auch von den Akteuren.
Kate Winslet hat ihren Oscar verdient!
Ein wunderbarer Film.

Natürlich hatte ich die wunderbarste Begleitung, die man für diesen Film haben kann.
Montag 02. März, 2009

muh.lich

Entgegen der allgemeinen Annahme dass der Mensch erst im Tiefschlaf träumt, kann ich schon während dem Einschlafen zu träumen anfangen. Meist bekomme ich das noch voll mit, vergesse aber was
... hier weiter lesen!
Mittwoch 25. Februar, 2009

Socken.loch

Man verliert ja viel, in diesem Leben. Geldbeutel, Schlüssel, Schmuck und die Sache mit den Socken in der Waschmaschine ist wahrscheinlich auch jedem bekannt. Letzteres ist mir jedoch nie passiert. Ich fand immer die gleiche Anzahl Socken, nach wie vor dem Waschgang, in der Maschine. Vielleicht, so nehme ich an, hat sich das heute gerächt.
Im Winter wird in diesem Haus die Wäsche gern im einem Trockenraum im Keller getrocknet. Als ich heute nach Hause kam, ging ich in eben diesem Raum und nahm meine Wäsche ab. Drei Jeans, zwei Hemden, mehrere Unterhosen und fünf Paar Socken. Ich legte alles fein säuberlich zusammen und trug es vier Stockwerke in meine Wohnung, stellte den Stapel, nachdem ich die Wohnungstür geöffnet hatte, auf den Stuhl in der Garderobe, zog meine Jacke aus und wanderte mit dem Stapel ins Schlafzimmer, legte es aufs Bett und fing an die Sachen ... zu verstauen. Hosen, Schiebeschrank. Hemden und Unterhosen, Wandschrank. Ein paar Socken, Schiebeschrank. Stopp.
Da ist, man mag es wenn man aufmerksam gelesen hat schon erkannt haben, etwas schief gelaufen. Zur Erinnerung, ich nahm fünf Paar Socken von der Leine. Es fehlten also vier Paar Socken. ... Die muss ich wohl fallen gelassen haben, dachte ich und lief den ganzen Weg aufmerksam zurück. Weder im Trockenraum noch (n)irgendwo im Treppenhaus lagen Socken. Wahrscheinlich liegen sie irgendwo in der Wohnung, dachte ich und lief, aufmerksam, den Weg wieder zurück. Keine Socken, auch nicht in der Wohnung. Nirgends vier Paar Socken. Nicht auf, nicht unter dem Stuhl in der Garderobe oder einem anderen irgendwo in der Wohnung, nicht im Schlafzimmer, nicht unterm Bett, nicht im Wandschrank, nicht im Schiebeschrank, nicht in meiner Jackentasche, nicht im Bad, nicht im Kühlschrank. Nickis Tschorab.
Dafür fand ich im Kühlschrank eine Tube Senf, deren Aufdruck ich anfing durchzulesen, weil ich irgendwas lesen musste um nicht aus dem Fenster zu springen. So, und wie sagt man so schön dass alles sein Gutes hat, lernte ich dass Senf - zumindest der scharfe von Thomy - das Vierfache an Eiweiß gegenüber Kohlenhydrate hat. Das wusste ich noch nicht.

Jetzt sitze ich, gebildeter als vorher, hier und ... frage mich ob meine Hosen nicht interessanter gewesen wären als vier Paar beige Socken?
Freitag 20. Februar, 2009

schick.Saal

  Mein Leben lang hab' ich gewartet, gekämpft und du warst nicht da! Jetzt wo ich mich damit abgefunden habe kommst du?!
  Jetzt beruhigen sie sich doch... ich kann das erklären...
  Ich pfeife auf deine Erklärung! Und hör' auf mich zu sietzen! Von dir möchte ich nicht Sie genannt werden!
  Du. ... was soll ich denn machen, ich kann doch nichts dafür.
  Klar kannst du dafür, Volleimer inwendiger! Hast du denn nicht die ganze Zeit zugesehen und nichts getan?! JETZT kommst du an und legst mir Blumen in meine Gedanken, schüttelst einen Reim nach dem Anderen durch meinen Tag und versprichst mir ...
  Übertreibst du jetzt nicht etwas...? Beruhig' dich doch erstmal...
  ÜBERtreiben?! Hast du noch alle beisammen du Arschgeweih einer Seele?! Übertreiben!? Ich hab' noch gar nicht angefangen zu über...
  Du kannst gar nichts dagegen machen!, wollte ich noch sagen. Es ist jetzt so bestimmt und nichts kann dagegen an. Nicht einmal du! Entweder nimmst du es an oder es geschieht auch ohne dein Einverständnis! BASTA.
  Jetzt komm' mir nicht frech...
  FRECH?! Ich bin das Schicksal. Essenz, Richtung und Weg des Seins. Du wagst es mich frech zu nennen?!
  ... ich nenn' dich ganz anders, Arsch!
  Jetzt mach' aber mal einen Punkt! Ich hör' mir das nicht länger an! Denk' was du willst, du wirst es nicht ändern!
  ... das wollen wir mal sehen. Ich ... schwirr' ab bevor ich ... ach geh' einfach und lass' mich in Ruhe!

Manchmal, muss manN Tacheles mit dem Schicksal reden. Auch wenn das nicht ändert – es beruhigt.
Freitag 06. Februar, 2009

da

Es gibt so Zitate, die vergisst man nicht. Und deshalb, ganz aus der Rolle hier, ein Spruch zum Wochenende!:
Das ist kein Flugzeugträger!, DAS IST DER MOND!

Ja, wirklich. Manchmal sollte man achten wo man zur Landung ansetzt. Könnte - trotz aller elektronischen Unterstützung die uns täglich begleitet - etwas daneben gehen.
Stichwort-Wolke

fieber reaktion


fieber kategorien

Θ ebonal
Θ menschlich
Θ xelllich
Θ gesellschaftlich
Θ fiebrig
Θ wochenstart
Θ musikalik
Θ poli
Θ edith
Θ sportlich
Θ geonal
Θ tech
Θ -100
Θ laz

fieber statistic

total: 3224078
unique: 112701
monat: 10903
woche: 15014
heute: 1506
Ebola is: off.line

fieber verweis


archiv

menü


background-image

Gwyneth Paltrow 

wir lesen

«Omega Minor» 
Paul Verhaeghen 
978-3-8218-5758-9 

mod

Schoko-Keks 

link.listen


stuff

Valid XHTML 1.0!  
Valid CSS!  
Blogverzeichnis  
Bloggeramt.de  
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de  
Die beliebteste Webseite  
spam poison  
SPAMMERS SUCK! We redirect ours to SpammerBeGone.com!  
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits 
Powered by PivotX - 2.1.0: beta 8  
XML-Feed (RSS 1.0)  
XML: Atom Feed